Mettbrötchen ohne Mett und mehr
Von Ingeborg Obi-Preuß, 15.09.2013
Quelle:
Der Blog für die Region 38


„Und längst kommt nicht mehr nur die als Ökofreaks belächelte Szene“, freut sich Festival-Organisatorin Sabine Pankau, „sondern aus allen gesellschaftlichen Bereichen und aus jeder Altersklasse hatten wir heute Besucher hier zu Besuch.“
Der inzwischen dritte vegane Markt in Braunschweig präsentierte
diesmal an besonders vielen Ständen Essen und Getränke. „Früher hatte
wir vor allem Informationsmaterial“, sagt Pankau, „aber die Besucher
sollen und wollen probieren, wie vegan schmecken kann.“

Gut. Das
ist schnell klar. Die Jungs am Stand Dörenay kommen mit dem Füllen ihrer
veganen Döner kaum hinterher, die Schlange der Wartenden ist lang. Auch
die Mettbrötchen (ohne Mett) gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen
Semmeln. Die Zutaten sind aus Reiswaffeln, Zwiebeln, Tomaten,
Tomatenmark, Petersilie, Öl und einigen Gewürzen. Klingt dröge, schmeckt
lecker. Sehr gut auch am Nachbarstand die Suppen aus Linsen oder
Süßkartoffeln. Und zum Nachtisch einen veganen Muffin. Perfekt.
Vegan
bedeutet, ohne irgendetwas vom Tier. „Auch Honig wird von uns nicht
verwendet“, sagt Pankau, wobei sie die Sache mit dem Honig nicht so ganz
streng sieht. Sonst aber gibt es keine Ausnahmen und keine Kompromisse.
Kein Fleisch, keine Eier, keine Milch, nichts vom Tier eben. Die
Stiefel, die sie trägt, sind aus Kunststoff.

Seit 10 Jahren ist
Sabine Pankau auf diesem Weg, „und immer mehr Menschen machen mit“,
freut sie sich, „ auch die Angebote werden immer vielfältiger.“ Sie
betreibt das Cafè Micky & Molly am Altewiekring 20, „wir hatten
gerade eine große Gesellschaft und bewirteten vegan zum 80. Geburtstag“,
freut sie sich.
Der vegane Weihnachtsmarkt fällt in diesem Jahr
in Braunschweig aus, Sabine Pankau und einige Mitstreiter fliegen nach
Amerika, um ihre Idee und vielleicht ein veganes Café unter die Menschen
dort zu bringen.
Weitere Bilder zum Event:
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